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In den letzten Jahren schien die Entwicklung eindeutig: Social Selling, Marketing Automation, KI-gestützte Leadgenerierung – alles deutete darauf hin, dass klassische telefonische Akquise im B2B-Vertrieb an Bedeutung verliert.

Doch aktuell erleben viele Unternehmen eine scheinbar gegenteilige Entwicklung.

Telefonische Kundenansprache rückt wieder stärker in den Fokus. Nicht als Ersatz für digitale Methoden – sondern als entscheidender Erfolgsfaktor im Zusammenspiel mit ihnen.

Was steckt dahinter?

Das eigentliche Problem: Irrelevante Ansprache funktioniert nicht mehr

Der größte Denkfehler vieler Unternehmen ist die Annahme, dass digitale Leadgenerierung grundsätzlich schlechter funktioniert als früher, aber das stimmt so nicht.

Was tatsächlich passiert:
Irrelevante, ungezielte und automatisierte Massenansprache verliert massiv an Wirkung.

Gerade im deutschen Markt zeigt sich das besonders deutlich:

  • Entscheider sind deutlich sensibler gegenüber „Cold Outreach“
  • Datenschutz und Professionalität spielen eine größere Rolle
  • Vertrauen entsteht langsamer – und wird schneller zerstört

Das Ergebnis:

Viele Vertriebsorganisationen produzieren zwar mehr Leads –
aber weniger echte Gesprächsbereitschaft.

Oder anders gesagt:
Die Quantität steigt, die Qualität sinkt.

Warum das Telefon wieder wichtiger wird

Genau an dieser Stelle kommt die telefonische Akquise wieder ins Spiel.

Aber nicht so, wie viele denken.

Es geht nicht um das klassische „Durchtelefonieren von Listen“. Es geht um etwas anderes:

Kontext + Relevanz + Timing

Telefonische Ansprache funktioniert heute dann besonders gut, wenn sie auf echten Signalen basiert:

  • Website-Besuche
  • Content-Interaktionen
  • konkrete Pain Points (besonders wichtig)
  • erkennbare Bedarfe

Das Telefon wird damit vom „Kaltakquise-Tool“ zum Qualifizierungs- und Klärungsinstrument.

Warum das im deutschen B2B so gut funktioniert:

  • Entscheidungen sind komplex und erklärungsbedürftig
  • immer mehrere Stakeholder sind beteiligt
  • Unsicherheit muss reduziert werden
  • persönliche Einordnung und Beratung wird geschätzt

Ein gutes Telefonat kann genau das leisten:

  • Bedarf konkretisieren
  • Relevanz herstellen
  • Vertrauen aufbauen
  • nächste Schritte vereinbaren

Das kann kein automatisierter Funnel allein.

Der entscheidende Unterschied: Wann telefoniert wird

Der größte Hebel liegt nicht im „Ob“, sondern im „Wann“.

Viele Unternehmen machen immer noch diesen Fehler:

👉 Sie telefonieren zu früh – ohne Kontext
👉 oder zu spät – wenn der Kunde längst entschieden hat

Die Realität im heutigen B2B-Vertrieb für technische Produkte und Lösungen:

Kunden sind bereits weit fortgeschritten im Kaufprozess, bevor sie mit Anbietern sprechen.

Das bedeutet:

Der ideale Zeitpunkt für den Anruf ist genau dann, wenn ein erstes echtes Interesse sichtbar wird.

Nicht vorher – nicht blind – nicht massenhaft und ungeplant.

Sondern ganz gezielt.

Was erfolgreiche Vertriebsorganisationen heute anders machen

Unternehmen, die aktuell besonders erfolgreich sind, kombinieren zwei Dinge:

1. Intelligente, digitale Leadgenerierung

Sie erzeugen Sichtbarkeit, Interesse und Nachfrage über verschiedene Kanäle und bauen ihre virtuellen Netzwerke aus.

2. Gezielte telefonische Nachbearbeitung

Sie nutzen das Telefon, um:

  • Leads zu qualifizieren
  • Bedarf zu verstehen
  • Gespräche zu vertiefen
  • Termine zu vereinbaren

Das Entscheidende ist die Reihenfolge:

Erst Relevanz – dann Gespräch.

Nicht umgekehrt.

Fazit: Das Telefon kommt nicht zurück – es bekommt eine neue Rolle

Wer glaubt, dass digitale Methoden nicht mehr funktionieren und deshalb das Telefon „zurückkommt“, greift zu kurz.

Die Realität ist differenzierter:

  • Digitale Kanäle bleiben ein wichtiger Einstiegspunkt
  • Automatisierung bleibt ein zentraler Hebel
  • KI wird weiter an Bedeutung gewinnen

Aber:

Der persönliche, telefonische Kontakt wird wieder entscheidend – genau dort, wo es um Einordnung, Verständnis und Vertrauen geht.

Oder anders formuliert:

Nicht das Telefon gewinnt an Bedeutung, weil Digitales versagt.
Sondern weil Relevanz im Vertrieb wichtiger geworden ist als je zuvor.

Und genau dafür braucht es wieder mehr echte Gespräche.

Wenn Sie Ihre Vertriebsstrategie heute weiterentwickeln wollen, sollten Sie sich daher nicht fragen:

„Telefon oder digital?“

Sondern:

„Wie verzahnen wir beides so, dass daraus echte, relevante Gespräche entstehen?“

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Holger Steitz ist Trainer, Berater, Coach und Autor für Vertrieb und Kundengewinnung, Modern-Selling, Führung und Verhandlungstechniken im B2B-Umfeld. Er trainiert und coacht Mitarbeiter im Vertrieb und Führungskräfte und unterstützt mit seinem Team B2B-Unternehmen bei der Entwicklung und Optimierung von Vertriebsstrategien und bei der Umsetzung von Konzepten zur Neukundengewinnung, durch aktive Vertriebsunterstützung, für erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen.

Als Autor von mehreren Fachbüchern über den B2B-Vertrieb und die Arbeit als Vertriebsmitarbeiter sowie verschiedene Beiträge in Social-Media und Fachportalen, liefert er immer wieder hilfreiche Impulse für die Praxis.

Unter https://www.holgersteitz.de/sale-direct-e-books/ finden Sie aktuelle Publikationen, kostenlose E-Books und Leseproben von Holger Steitz.

„Unsere Bestandskunden brechen weg. Wir brauchen dringend 25 neue Kunden im nächsten Jahr. Was müssen wir tun, damit das klappt?“

Diese Frage stellte mir kürzlich der Inhaber eines 80-Mann-Unternehmens – ehrlich, direkt und sehr typisch für viele Mittelständler.

Sein Problem:
Marketing bringt zu wenige Leads, Bestandskunden bestellen weniger, und die Vertriebsmannschaft ist gefordert, neue Wege zu gehen.

Ich konnte ihm keine Garantie geben.
Aber ich konnte eine konkrete Vertriebsstrategie mit Zahlen und System aufzeigen.


Vom Ziel zur Vertriebsstrategie: So funktioniert planbare Neukundengewinnung

Der Unternehmer wollte wissen, wie realistisch 25 neue Kunden in 12 Monaten sind – und wie viele Aktivitäten sein Team dafür leisten muss.
Die folgende Modellrechnung zeigt: Neukundengewinnung ist planbar, wenn man die Kennzahlen kennt.

📊 Beispielrechnung aus dem B2B-Vertrieb:

  • 25 Neukunden × 12.000 € Auftragswert = 300.000 € Umsatz

  • Bei einer Auftragsquote von 30 % braucht es 83 Angebote

  • 40 % der Termine führen zu einem Angebot → 208 Termine nötig

  • Mit einer Terminquote von 35 % braucht es 595 Entscheidergespräche

  • Bei einer Erreichbarkeitsquote von 20 % sind das 2.975 Anwahlversuche

  • Auf sechs Vertriebsmitarbeiter verteilt bedeutet das:

    • 496 Telefonate pro Person

    • 100 erreichte Entscheider

    • 35 vereinbarte Termine

👉 Fazit: Vertrieb ist berechenbar.
Wer seine Kennzahlen kennt, kann seine Ziele realistisch planen – und erreichen.


Der Sales Funnel im B2B-Vertrieb: Zahlen sichtbar machen

Diese einfache Berechnung zeigt, wie viel „oben in den Sales Funnel“ hineinmuss, damit unten die gewünschten Aufträge herauskommen.

Und genau hier liegt der Hebel:
Jede einzelne Quote – Erreichbarkeit, Terminquote, Angebotsquote, Auftragsquote – lässt sich gezielt verbessern.

Beispiele für Optimierung:

  • Erreichbarkeit steigern durch bessere Vorbereitung und sauber gepflegte Kontaktlisten

  • Terminquote erhöhen mit klaren Leitfäden und Einwandbehandlung

  • Angebotsquote verbessern durch präzisere Bedarfsklärung

  • Auftragsquote steigern mit besseren Verhandlungstechniken und Angebotsgestaltung

Diese Stellschrauben zu kennen – und gezielt zu trainieren – ist der Schlüssel für nachhaltige Neukundengewinnung im Vertrieb.


Warum Vertriebstraining allein nicht reicht

Viele Unternehmen setzen auf klassische Schulungen, Präsentationen oder Rhetorik-Workshops.
Doch wahre Veränderung entsteht erst, wenn das Gelernte im Alltag umgesetzt wird – live, am Telefon, mit echten Kunden.

Darum kombiniere ich meine Workshops mit Praxis-Coaching und Live-Training.
In diesem Fall habe ich dem Unternehmer sogar eine konkrete Zusage gemacht:

„Ihre sechs Vertriebsmitarbeiter werden in zwei Tagen jeweils 200 Bruttokontakte machen – daraus entstehen im Schnitt 10 neue Kunden.“

Das entspricht einem realistischen Umsatzpotenzial von 120.000 € – und einer deutlichen Leistungssteigerung im Team.


Erfolg im Vertrieb ist kein Zufall – sondern System

Vertrieb ist keine Glückssache.
Wer seine Zahlen versteht, seine Prozesse optimiert und konsequent trainiert, erreicht seine Ziele.

Ob Sie 5, 25 oder 100 neue Kunden gewinnen wollen:
Der Weg beginnt mit einer klaren Strategie und einem ehrlichen Blick auf Ihre Kennzahlen.

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre eigene Vertriebs-Mathematik aussieht – und wie Sie sie mit gezieltem Training, Telefoncoaching und Sales Funnel-Optimierung in echte Ergebnisse verwandeln –
👉 sprechen Sie mich gerne an.

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Holger Steitz ist Trainer, Berater, Coach und Autor für Vertrieb und Kundengewinnung, Modern-Selling, Führung und Verhandlungstechniken im B2B-Umfeld. Er trainiert und coacht Mitarbeiter im Vertrieb und Führungskräfte und unterstützt mit seinem Team B2B-Unternehmen bei der Entwicklung und Optimierung von Vertriebsstrategien und bei der Umsetzung von Konzepten zur Neukundengewinnung, durch aktive Vertriebsunterstützung, für erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen.

Als Autor von mehreren Fachbüchern über den B2B-Vertrieb und die Arbeit als Vertriebsmitarbeiter sowie verschiedene Beiträge in Social-Media und Fachportalen, liefert er immer wieder hilfreiche Impulse für die Praxis.

Unter https://www.holgersteitz.de/sale-direct-e-books/ finden Sie aktuelle Publikationen, kostenlose E-Books und Leseproben von Holger Steitz.